"Im Dienst der Rassenfrage"

01.03.2017 19:00

"Im Dienst der Rassefrage" - Die Reichsschule des Reichsnährstandes für Leibesübungen Burg Neuhaus 1935-1939

Die Reichsschule des Reichsnährstandes für Leibesübungen Burg Neuhaus 1935-1939


Ritterburg, Amtshaus und Domäne, viele Funktionen der Burg Neuhaus wurden in der Vergangenheit erforscht und beschrieben. Der Freundeskreis widmete sich in der Ausstellung "Im Dienst der Rassenfrage" vom 01.03.2017 bis zum 23.04.2017 nun der Geschichte der Burg Neuhaus während des Nationalsozialismus.

Auf Burg Neuhaus war von 1935-1939 eine "Bauernschule" untergebracht, von deren Arbeit in zahllosen Propagandaartikeln in der NS-Presse berichtet wurde. Die SchülerInnen "Nordischer Rasse" zeigten auf landwirtschaftlichen Ausstellungen ihr erworbenes Können in Bodenturnen, Ballübungen, Leichtathletik und Volkstanz. Dort und auf speziellen Fotoshootings wurden sie von ausgesuchten FotografInnen in Szene gesetzt.

Die Ausstellung beleuchtete den Lebensweg des Schulgründers, Richard Walther Darré, Leiter des "Rasseamtes der SS" (1931-1938) und zugleich Reichsminister für Ernährung und Landwirtschaft (1933-1942). Sie erklärte, mit welcher Absicht Darré diese Schulungsstätte gründete.

Im zweiten Teil der Ausstellung ging es um das Schulleben auf der Burg, die unzureichenden Lebensverhältnisse, den Schulungsleiter und die Anforderungen an die SchülerInnen. Sie galten als Darrés rassische "Elite", die für diese Lebensaufgabe ideologisch geschult wurden.

Zuletzt wurden die zahlreichen Auftritte durch Film- und Fotomaterial belegt und der von Darré bevorzugte Fotograf und seine Lieblingsfotografin vorgestellt. Alle, die für Darré arbeiteten, taten dies "im Dienst der Rassenfrage".

Die wissenschaftliche Aufarbeitung wurde durch die enge Zusammenarbeit zwischen der Historikerin Elke Fuchs, Mitglied des Freudeskreises Burg Neuhaus, und der Fotohistorikerin Magdalena Vukovic vom Photoinstitut Bonartes in Wien möglich.

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